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 DAS 
VISUAL-ALBUM 

SIE

PRESSETEXT

24-1-1

 AUDIOGRAMM 

SIE ist Musik mit einem visuellen Zugang zu ihrem Audio in einer Bilderwelt, die Töne sucht und findet. 

Der kraftvoll-warme Sound der österreichisch/spanischen Künstlerin SIE kommt authentisch und eingängig daher. Voller Anmut beschäftigt sich die Fashionista zweier Fragen. “Welcher Himmel ist schön genug für meine perfekte Träne?” Und: “Was ist Realität?” Offensichtlich weiß SIE es in ihren Knochen doch nicht in ihrem Kopf.

SIE hat sich Zeit gelassen, sieben Jahre arbeitet SIE aka Seven Noem an ihrem Debütalbum AUDIOGRAMM. Das Audiogramm - grafische Darstellung, wie gut das Gehör einer Person, gesprochene Worte und Töne in verschiedenen Frequenzen wahrnehmen kann, übrigens – füttert Vorbehalte einer Außenwahrnehmung mit einer großen „Fuck Off“ Attitüde und gibt deutlich zu verstehen, das SIE nur wenig Kompromissbereitschaft hegt.

 

Tragend und gleichermaßen strapazierfähig geht das Album von einem Schwebezustand in einen Sinkflug über, obgleich der Unterbau bis zum Ende groovy fortbesteht. So richtig zuordnen lässt sich dieses Album jedoch nicht. Will heißen, SIE bedient sich unterschiedlichsten Genres und bleibt schwer fassbar. Fast müsste man vermuten, dass eine derart wilde Textur, ein Album wohl eher zerrissen dastehen lässt? Umso mehr verwundert es wie maßgeschneidert, aber vor allem homogen dieses AUDIOGRAMM sitzt. 

Tatsächlich werden sich 80er-Jahre-Freunde zumindest im ersten Drittel sehr heimisch fühlen. Melodische Hooks, luftige Flächen und eine Betonung mit Punch auf die Zwei sind jedoch Merkmale, welche sich durch das gesamte Album ziehen. Aufgebrochen wird der kompromisslos nach vorne getriebene 1980er- Vibe mit einem Trapsong namens „Seven“. Textzeilen wie: „Ich bin so anti kann mich nicht verbinden“ oder „Ich bleib‘ zu bunt und ihr zu grau“ richten das Album nicht nur auf Hinblick des Genrewechsels neu aus. SIE kehrt zu ihren Wurzeln zurück und öffnet sich beinahe automatisch. Fix knüpft SIE auch im Folgesong „Zimmer 15“ an diese Rückkehr an, wenngleich das Trap-Milieu durch Pop modifiziert wird, bevor SIE mit „Roter Wein“ erneut ein Touch and Go im Trapgenre landet. Eine Nummer in fragil gläserner Soundkulisse mit zerbrechlichem Grundton im Country Timbre. Mit „Schwarzer Rauch“ kehrt ein bauchiger Mood im Popkleid und Hip-Hop Spirit zurück, groovy, light und funky, bevor SIE mit „Bären“ ihren letzten Monolog, der sich gesellschaftskritisch deuten lässt, startet. 

Merklich angeturned von analoger Haptik und dessen zugrunde liegendem Charme bleibt SIE edgy und emotional, spielt lyrisch mit Streichhölzern und dennoch bleibt ein vielleicht erwarteter Flächenbrand aus. SIE ist eine Low-Voice, stracks und exklusiv Mumpitz, dabei durchaus modal und ohne Ausbruch und dennoch ungeachtet der Dramaturgie. Ein Anfang oder Ende sucht man auf dem Visual-Album mit 8 Tracks vergebens, vielmehr ist es ein in sich geschlossenes Konzeptalbum im Dauerloop Mode. 

Unangepasst, sensibel und polarisierend.

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